Zum 200. Geburtstag von Wilhelm Liebknecht richtet sich der Blick oft auf die großen Namen der frühen deutschen Arbeiterbewegung und Sozialdemokratie – auf ihre Reden, ihre politischen Kämpfe und ihre Rolle in der Geschichte. Doch hinter den bekannten Persönlichkeiten, wie Liebknecht und Bebel, standen Frauen, deren Beitrag bis heute häufig unsichtbar bleibt.
Mit dem Vortrag „Unsichtbar? Unverzichtbar! – Die Frauen hinter Liebknecht und der frühen Arbeiterbewegung“ rücken wir diese Perspektive bewusst in den Mittelpunkt.
Die Sozialwissenschaftlerin und Historikerin Dr. Gisela Notz beleuchtet die Lebensrealitäten, die politische Rolle und die oft übersehene Arbeit von Frauen im Umfeld der frühen Arbeiterbewegung. Am Beispiel von Frauen wie Natalie Liebknecht, der Ehefrau Wilhelm Liebknechts, oder Julie Bebel, der Partnerin von August Bebel, wird deutlich, wie zentral ihre Rolle für das Funktionieren der Bewegung war – gerade in Zeiten politischer Verfolgung, während Haftphasen oder beim Aufbau von Netzwerken sowie Bildungs- und Betreuungsstrukturen. Sie hielten Strukturen aufrecht, organisierten, vermittelten und sicherten das politische Wirken – und das häufig unter schwierigen Bedingungen und ohne öffentliche Anerkennung.
Der Vortrag macht deutlich: Die Geschichte der Arbeiterbewegung ist ohne Frauen nicht zu verstehen.
Im Anschluss laden wir zur Diskussion ein: Welche Lehren lassen sich aus dieser Perspektive für heutige Kämpfe um Gleichstellung, soziale Gerechtigkeit und gute Arbeit ziehen? Und was bedeutet es heute, unsichtbare Arbeit sichtbar zu machen?
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