Quellen- und Literaturliste Wilhelm Liebknecht – Eine Auswahl
DOKUMENTIERT – Auf den Spuren Liebknechts
Unser herzlicher Dank gilt Valentin J. Hemberger, der diese Liste zusammengestellt und uns zur Verfügung gestellt hat.
1 Quellen
1. Von Wilhelm Liebknecht (Monografien und Sammelbände)
1.1.1 Digitale Sammlungen
Marxists.org
Hält unter anderem folgende Werke L.s bereit: „Zur Wehrfrage“ (1868), „Die Pariser Kommune hat das Recht zur Verteidigung“ (1871), „Die Stellung der Parteien zur Kolonialpolitik“ (1885), „Ein Blick in die Neue Welt“ (1887), „Die Stellung des Proletariats zum Militarismus“ (1891), „Zum Tod Friedrich Engels“ (1895), „“Eleanor Marx“ (1898), „Aus der Jugendzeit“ (1900).
URL: https://www.marxists.org/deutsch/archiv/liebknechtw/index.htm einblickindie00liebrich (zuletzt: 01.08.2026)
Projekt-Gutenberg.org
Digitalisat des Sammelbandes „Kleine politische Schriften“, Leipzig 1976. Enthält unter anderem folgende Werke: „Die Grund- und Bodenfrage“ (1874), „Über den Normalarbeitstag“ (1885), „Anarchismus, Sozialdemokratie und revolutionäre Taktik“ (1889), „Aus der Rede zur Begründung des marxistischen Erfurter Programms“ (1891).
URL: https://projekt-gutenberg.org/authors/wilhelm-liebknecht/books/kleine-politische-schriften/ (zuletzt: 01.08.2026)
Ein Blick in die Neue Welt, Stuttgart 1887 – Als Digitalisat der Originalausgabe in Frakturschrift, vgl. URL: https://archive.org/details/einblickindie00liebrich (zuletzt: 01.08.2026)
Bericht über L.s Agitationsreise in die USA (September – Dezember 1886), gemeinsam unternommen mit Marx‘ Tochter Eleanor Marx-Aveling und deren Partner Edward Aveling.
1.1.2 Analoge Werke, teilweise mit verlinkten Digitalisaten
Die Emser Depesche, oder: Wie Kriege gemacht werden, Nürnberg 1891/1899 – Als Digitalisat der Originalausgabe von 1899 in Frakturschrift, vgl. URL: https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN895139952&PHYSID=PHYS_0007 (zuletzt: 01.08.2026)
Mit zeitlichem Abstand analysiert L. die Medienmanipulation Otto von Bismarcks, die den Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 mit ermöglichte. Seine Kritik umfasst die skrupellosen Techniken der preußischen Machtpolitik, deren tragende Säulen Militarismus, kriegerische Eskalation und offene Durchsetzung kapitalistischer Profitinteressen auf Kosten des Lebensstandards (und bisweilen des blanken Lebens) weiter Teil der Arbeiter:innenklasse.
Erinnerungen eines Soldaten der Revolution. Zusammengestellt und eingeleitet von Heinrich Gemkow, Berlin (DDR) 1976
L. erinnert an seine Jugend- und Lehrzeit in Gießen, seine Teilnahme an der Revolution von 1848/49, seine Exilzeit in London, Zusammenarbeit mit Marx und Engels und andere persönliche wie politische Lebensabschnitte.
Karl Marx zum Gedächtnis. Ein Lebensabriß und Erinnerungen, Nürnberg 1896 – Als Digitalisat der Originalausgabe von 1899 in Frakturschrift, vgl. URL: https://archive.org/details/11803082bsb (zuletzt: 01.08.2026)
Theoretische wie persönliche Würdigung Karl Marx, der im Londoner Exil maßgeblich die weltanschauliche Entwicklung L.s prägen sollte. Uneinigkeiten über den praktischen Aufbau einer sozialistischen Massenpartei in Deutschland, über programmatische Ausrichtung etc. bestanden teilweise, wurden von L. allerdings mit großem Fingerspitzengefühl aufgelöst.
Kein Kompromiß, kein Wahlbündnis. Hrsg. im Auftrage von Genossen Berlins und Umgebung, Berlin 1899 – Online, vgl. URL: https://www.marxists.org/deutsch/archiv/liebknechtw/1899/keinkomp/index.htm (zuletzt: 01.08.2026)
Mit dieser späten Schrift leistete L. Ende des 19. Jahrhunderts einen Beitrag zum sogenannten „Revisionismus-Streit“ innerhalb der SPD. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob ein nicht-revolutionärer Übergang zum Sozialismus möglich sei, in welchem Maße eine (wenn auch nur taktische) Zusammenarbeit mit anderen politischen Strömungen im bürgerlichen Parlament sinnvoll sei. L. beleuchtet diese Fragen anhand der preußischen Landtagswahlen von 1899 und verteidigt den traditionellen marxistischen Kurs der Partei.
Der Prozeß Liebknecht. Verhandlungen wegen Majestäts-Beleidigung vor dem Landgericht Breslau am Donnerstag, den 14. November 1895. Mit einem Vor- und Nachwort von W. Liebknecht, Berlin 1895 – Als Digitalisat der Originalausgabe von 1899 in Frakturschrift, vgl. URL: https://archive.org/details/ldpd_14898722_000 (zuletzt: 01.08.2026)
Mit 69 Jahren wurde L. noch einmal der „Majestätsbeleidigung“ angeklagt, da er auf dem Breslauer Parteitag der SPD auf die antisozialistische Rede Kaiser Wilhelm II. reagierte, ohne den Monarchen direkt anzugehen. Der Prozess wurde (wie die vorherigen) zu einer rhetorisch und inhaltlich geschickten Abrechnung mit der Klassenjustiz des Deutschen Kaiserreichs.
Reden von Wilhelm Liebknecht. Mit einem Vorwort von Kurt Kersten (= Redner der Revolution, Bd. 5), Berlin 1925
Ziel des Sammelbandes war es, im Umfeld des 100. Geburtstags L.s. eine Auswahl seiner einflussreichsten Reden einem interessierten Arbeiter:innenpublikum zur Verfügung zu stellen, darunter Werke wie „Aus Liebknechts ungehaltener Rede vor den Geschworenen im Leipziger Hochverratsprozeß“, „Wahlen zum Parlament nur Agitationsmittel“ und „Wir sind eine revolutionäre Partei“.
Robert Blum und seine Zeit, Nürnberg 1888 – Als Digitalisat der Originalausgabe in Frakturschrift, vgl. URL: https://hdl.handle.net/2027/hvd.hx3d27 (zuletzt: 01.08.2026)
L.s Biografie des liberalen Politikers Robert Blum (1807-1848) liefert zugleich eine ertragreiche Analyse der demokratischen Vormärz-Bewegung, deren (final gescheiterter) Abschluss die Revolution von 1848/49 bildete.
Robert Owen. Sein Leben und sozialpolitisches Wirken. Zwei ausgegrabene Skizzen, Nürnberg 1892 – Als Digitalisat der Originalausgabe in Frakturschrift, vgl. URL: https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN888678754&PHYSID=PHYS_0009 (zuletzt: 01.08.2026)
Der britische Fabrikbesitzer Robert Owen (1771-1858) als typischer Vertreter des sogenannten „Utopischen Sozialismus“ diente L. als Beispiel dafür, welche geschichtlichen Einflüsse die internationale Arbeiter:innenbewegung ideengeschichtlich aufnahm und transformierte. Kritik übte L. vornehmlich am reformistischen Charakter von Owens Projekten, welche die Notwendigkeit eines konsequent geführten Klassenkampfes weitgehend ausklammerten.
Der sozialdemokratische ‚Zukunftsstaat‘. Verhandlungen des Deutschen Reichstags am 31. Januar, 3., 4., 6., und 7. Februar 1893, Berlin 1893
Welche Vorstellungen des zukünftigen Staates bzw. der Abschaffung des bürgerlichen Staates und der kommenden Gesellschaft verfolgte die deutsche Sozialdemokratie Mitte der 1890er Jahre? Eine Richtungsdiskussion, die auch innerhalb der marxistischen SPD jener Zeit leidenschaftlich geführt wurde – vor dem deutschen Reichstag umriss L. revolutionäre Grundüberzeugungen, verteidigte das Konzept der „Diktatur des Proletariats“ und versuchte verleumderische Aussagen des politischen Gegners faktenbasiert zu entkräften.
Trutz-Eisenstirn. Erzieherisches aus Puttkamerun. Ein vierblättriges Broschüren-Kleeblatt nebst einem Anhang vom Vetter Niemand, 2 Bde., London 1889 f.
Die Orientdebatte im deutschen Reichstag, Leipzig 1878/1896 – Als Digitalisat der Originalausgabe in Frakturschrift, vgl. URL: https://archive.org/details/liebknecht-orientdebatte (zuletzt: 01.08.2026)
Angesichts des Krieges zwischen dem Russischen Zarenreich und dem Osmanischen Reich 1877/78 reflektierte L. über imperialistische Großmachtbestrebungen im europäischen Kontext, das militärische Abstecken von Einflusssphären und die Rolle der sozialistischen Bewegung als scharfe Kritikerin besagter Entwicklungen.
Was die Sozialdemokraten sind und was sie wollen, Berlin 1877/Chemnitz 1894 – Als Digitalisat der Originalausgabe in Frakturschrift, vgl. URL: https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN644920068&PHYSID=PHYS_0003 (zuletzt: 01.08.2026)
L.s kritische Darstellung des organisatorischen und theoretischen Zustands der deutschen Sozialdemokratie zu Beginn der 1870er Jahre.
Wissen ist Macht – Macht ist Wissen. Vortrag, gehalten zum Stiftungsfest des Dresdner Arbeiterbildungs-Vereinsam 5. Februar 1872 und zum Stiftungsfest des Leipziger Arbeiterbildungs-Vereins am 24. Februar 1872, Leipzig 1873/Berlin 1896 – Als Digitalisat der Originalausgabe in Frakturschrift, vgl. URL: https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN631222839&PHYSID=PHYS_0001 (zuletzt: 01.08.2026)
Eine der einflussreichsten Reden L.s, in welcher er die organisatorische Macht von Arbeiterselbstbildung (in Arbeiterbildungsvereinen) explizit hervorhebt und Bildung zu einem revolutionär-emanzipatorischen Mittel der Machteroberung zugunsten der Arbeiter:innenklasse erklärt.
Zur orientalischen Frage oder: Soll Europa kosakisch werden? Ein Mahnwort an das deutsche Volk, Leipzig 1878 – Als Digitalisat der Originalausgabe in Frakturschrift, vgl. URL: https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN662037154&PHYSID=PHYS_0017&DMDID=DMDLOG_0001&view=overview-toc (zuletzt: 01.08.2026)
Die Sammelbroschüre vereint mehrere Beiträge L.s in verschiedenen sozialdemokratischen Periodika, in welchen er das zeitaktuelle Ereignis des Russisch-Osmanischen Krieges von 1877/78 in den Fokus nimmt. L. rechnet mit Bismarcks zarenfreundlicher Ostpolitik ab, befasst sich mit dem Nationalismus des Russischen Zarenreiches und reflektiert allgemein die ablehnende Haltung der deutschen Sozialdemokratie zum aufblühenden Nationalismus und der drohenden Kriegsgefahr im Zeichen der europäischen Großmachts- und Bündnispolitik.
1.2 Gemeinsam mit anderen:
Bebel, August/Liebknecht, Wilhelm: Antrag und Reden der Reichstagsabgeordneten Bebel und Liebknecht gegen die preußischen Annexions-Anleihe von 100 Millionen Talern, Leipzig 1870
Zeitgenössische Dokumentation der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD) über Bebels und Liebknechts parlamentarischen Widerstands gegen die Kredite zur Finanzierung des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71.
Bebel, August/Liebknecht, Wilhelm: Um die deutsche Nation. Der Leipziger Hochverratsprozeß, Berlin (DDR) 1956
Die Edition versammelt Quellen zum „Leipziger Hochverratsprozess“, verhandelt im März 1872 vor dem Reichsgericht in Leipzig. Angeklagt waren August Bebel und Wilhelm Liebknecht, die als Abgeordnete des Reichstags des Norddeutschen Bundes gegen Kredite zur Finanzierung des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 gestimmt hatten – die Begründung der Anklage wirkte konstruiert, dennoch wurden beide zu zwei Jahren Festungshaft verurteilt.
Hierzu passend auch die rückblickende Dokumentation des Prozesses – Als Digitalisat der Originalausgabe in Frakturschrift, vgl. URL: https://archive.org/details/bub_gb_UZcFAAAAMAAJ/mode/2up (zuletzt: 01.08.2026)
Eckert, Georg (Hg.): Briefwechsel mit Karl Marx und Friedrich Engels (= (I.I.S.G. Quellen und Untersuchungen zur Geschichte der deutschen und österreichischen Arbeiterbewegung, Bd. 5), Den Haag 1963
L. stand seit seiner Londoner Exilzeit der 1850er Jahre im engen Austausch mit Karl Marx und Friedrich Engels. Diese Quellenedition dokumentiert die intensive Korrespondenz über Theorie und Praxis der internationalen Arbeiter:innenbewegung in Allgemeinen und deren deutschen Zweig im Speziellen.
2 Darstellungen
Adamy, Kurt: „Ein Soldat der Revolution“. Wilhelm Liebknecht, in: Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung Jg. 13 (1971), H. 5
Beutin, Wolfgang (Hrsg.): Eine Gesellschaft der Freiheit, der Gleichheit, der Brüderlichkeit – Beiträge der Tagung zum 100. Todestag Wilhelm Liebknechts am 21. und 22. Oktober 2000 in Kiel (= Bremer Beiträge zur Literatur- und Ideengeschichte, Bd. 34), Frankfurt am Main 2000 (Inhaltsverzeichnis: https://d-nb.info/961114053/04 (zuletzt: 01.08.2026))
Der Sammelband umfasst einen breiten Querschnitt wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit L.s theoretischen Grundsätzen (vgl. bspw. „Revolutionäre Tradition und Revolutionsbegriff in der politischen Gedankenwelt Wilhelm Liebknechts“ – Wolfgang Beutin), mit bewegungsgeschichtlichen Aspekten (bspw. „Wilhelm Liebknecht und der Weg zur Vereinigung von Gotha 1875“ – Wolfgang Schröder) und politbiografischen Episoden (bspw. „Ein Blick in die Neue Welt (1887) Wilhelm Liebknechts Bericht über seine USA-Reise im Jahr 1886“ – Jost Hermand).
Dowe, Dieter: Agitieren, organisieren, studieren! – Wilhelm Liebknecht und die frühe deutsche Sozialdemokratie – Vortrag anlässlich der Gedenkveranstaltung der Stadt Gießen und des oberhessischen Geschichtsvereins zum 100. Todestag von Wilhelm Liebknecht (= Gesprächskreis Geschichte der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bd. 36), Bonn 2000 – Online: https://collections.fes.de/publikationen/ident/fes/08737 (zuletzt: 01.08.2026)
Dowe zeichnet einen L., der seine radikaldemokratischen Überzeugungen aus der 1848er-Bewegung mit einem im Exil geschulten Marxismus verschmelzt. Eine gewisse taktische Offenheit und das Verständnis dafür, zur Schaffung einer einheitlichen Arbeiter:innenpartei zumindest abschnittsweise Zugeständnisse an verschiedene Lager zu machen (ohne Selbstaufgabe der revolutionären Perspektive) betont der Autor im Besonderen.
Eisner, Kurt: Wilhelm Liebknecht. Sein Leben und Wirken, Berlin 1900 (2. Auflage 1906) – Digitalisat der Originalausgabe in Frakturschrift, vgl. URL: https://archive.org/details/wilhelmliebknec00eisngoog/page/n8/mode/2up (zuletzt: 01.08.2026)
Bereits 1900, im Todesjahr L.s, veröffentlichte der Sozialdemokrat Eisner, der von L. in die Redaktion der Parteizeitung „Vorwärts“ eingeführt worden war, eine umfassende Biografie. Eisner gilt entsprechend als einer der ersten Liebknecht-Forscher, da er u.a. Zugang zu L.s. Nachlass (insbesondere Briefverkehr) erhielt und somit ein recht detailliertes Bild zeichnen konnte. Da Eisner in die internen Lagerkämpfe der SPD eingebunden war, ist seine Darstellung L.s keineswegs neutral.
Fülberth, Georg: „… dem liberalen Schwindel ein Ende zu machen“: Karl Kraus und Wilhelm Liebknecht 1899/1900 (= Neue Kleine Bibliothek, Bd. 358), Köln 2026
Den österreichischen Schriftsteller Karl Kraus und Wilhelm Liebknecht einte grundlegende Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft Ende des 19. Jahrhunderts. Deren Zusammenarbeit im Zeitschriftenprojekt „Die Fackel“ und deren Briefaustausch beleuchtet Fülberth eingängig.
Fülberth, Georg: Wilhelm Liebknecht als Antimilitarist, URL: https://www.rosalux.de/news/id/54596/wilhelm-liebknecht-als-antimilitarist (zuletzt: 01.08.2026)
Fülberth umreißt L.s Einstellung zu Waffengewalt und Bewaffnung: seine positive Haltung zum Konzept der Volksbewaffnung steht dabei in schroffer Abgrenzung zum militaristisch-imperialistischen Obrigkeitsstaat und dessen Kriegspolitik.
Kampffmeyer, Paul: Wilhelm Liebknecht, der Soldat der Revolution, Berlin 1926
Kampffmeyer widmete sich in der Weimarer Republik gleichsam der sozialistischen Arbeiter:innenbewegung in Deutschland im Allgemeinen (mit besonderen Schwerpunkt auf dem „Sozialistengesetz“). Neben einer Biografie über Lassalle widmete er sich dem Leben L.s, dessen Wirken er umfassend rekonstruierte, nicht ohne eine gewisse parteiliche Tendenz.
Reschke, Michael: Wilhelm Liebknecht – Revolutionär in Wort und Tat, URL: https://www.fes.de/asd/vordenker-innen/wilhelm-liebknecht (zuletzt: 01.08.2026)
Biografische Skizze mit starker Schwerpunktsetzung auf L.s Verständnis von Demokratie und Sozialismus („soziale Demokratie“) Volksbildung und Organisation der Arbeiter:innenbewegung.
Schröder, Wolfgang: Liebknecht, Wilhelm Philipp Martin Christian Ludwig, in: Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Biographisches Lexikon, Berlin (DDR) 1970, S. 293–298
Einführende polit-biografische Darstellung, kompakte Darstellung.
Schröder, Wolfgang: Wilhelm Liebknecht. Soldat der Revolution, Parteiführer, Parlamentarier, Berlin 2013
Allgemeine Biografie L.s, verfasst vom Historiker Wolfgang Schröder. Das Manuskript blieb ein Fragment, da der Autor vor der Fertigstellung verstarb – es wurde posthum veröffentlicht.
Schulz, Martin: 200 Jahre Wilhelm Liebknecht. Wegbereiter für Freiheit und Solidarität (= Beiträge aus dem Archiv der sozialen Demokratie, H. 27), Bonn 2026 – Online: https://www.fes.de/themen/geschichte/200-jahre-wilhelm-liebknecht (zuletzt: 01.08.2026)
„Bei dem (…) Text handelt es sich um den Festvortrag anlässlich des 200. Geburtstags von Wilhelm Liebknecht, den Martin Schulz, Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung, am 29. März 2026 in der Kongresshalle in Gießen hielt.“
Tschubinski, Wadim: Wilhelm Liebknecht. Eine Biographie, Berlin (DDR) 1973
Eine der umfassendsten biografischen Darstellung Liebknechts: Dem Autor gelingt es, unterschiedliche weltanschauliche Einflüsse (radikaldemokratisches Gedankengut der 1848/49er-Revolution, Wissenschaftlicher Sozialismus nach Marx/Engels) herauszustellen und L.s komplexen Beitrag zur Organisation der deutschen Arbeiter:innenbewegung in Partei und Presse darzustellen. Tschubinski folgt dabei einer engen marxistischen Interpretation der Prozesse und Ereignisse. Trotz des relativen Alters der Publikation gilt sie noch immer als unverzichtbarer Klassiker.
Weitershaus, Friedrich Wilhelm: Wilhelm Liebknecht. Eine Biographie. Zum einhundertfünfzigsten Geburtstag (= Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins. Bd. 61), Gütersloh/Gießen 1976
Der Autor setzte sich das Ziel „(…) als unparteiischer Erzähler Fakten zu sammeln, um die historische Persönlichkeit Liebknechts herzustellen“ (S. 19). Dies gelingt hinsichtlich der beigefügten Illustrationen gut, bezüglich der zitierten Quellen bereits weniger kritisch und bleibt hinsichtlich der Einordnung L.s politischer Biografie in organisatorische Strukturen der deutschen Arbeiter:innenbewegung hinter den Erwartungen an eine ganzheitliche Darstellung zurück.
Wilhelm-Liebknecht-Gesellschaft Gießen (Hg.): 150 Jahre Wilhelm Liebknecht. 29. März 1826 – Gießen, Frankfurt am Main 1976
Der Sammelband vereint Beiträge namhafter marxistischer Politologen Westdeutschlands, darunter Josef Schleifstein, Georg Fülberth (zu L. und der Entstehung einer marxistischen Massenpartei) und Robert Steigerwald (L. als Erzieher). Enthalten ist weiterhin ein Beitrag von Ria Deeg, der kommunistischen Widerstandskämpferin aus Gießen.
3. Beiträge in Periodika, Videos, Blogs
Chess Historian: Karl Marx Chess Game Against Wilhelm Liebknecht | Revolutionary | World Leaders and chess, Youtube – URL: https://www.youtube.com/watch?v=wqhcTZpWn5g (zuletzt: 01.08.2026)
Club Voltaire Frankfurt: „23.03.26: Hat uns Wilhelm Liebknecht heute noch etwas zu sagen? Mit Prof. Dr. Georg Fülberth“, Youtube – URL: https://www.youtube.com/watch?v=VrtjaHviaUk (zuletzt: 01.08.2026)
Deutschlandfunk (DLF): Kalenderblatt – 11.03.1872: Warum die Sozialdemokratie vom Leipziger Hochverratsprozess profitierte, Youtube – URL: https://www.youtube.com/watch?v=d3Oj78XMO6g (zuletzt: 01.08.2026)
Hemberger, Valentin J.: Wilhelm Liebknecht: Ur-Sozialdemokrat und »Soldat der Revolution«, in: Jacobin, online: https://jacobin.de/wilhelm-liebknecht-revolution-marxismus-sozialdemokratie/ (zuletzt; 01.08.2026)
Hemberger, Valentin J.: A British Episode – Wilhelm Liebknecht in Britain, 1896, in: Society for the Study of Labour History (Blog) – online: https://sslh.org.uk/2026/05/19/a-british-episode-wilhelm-liebknecht-in-britain-1896/ (zuletzt: 01.08.2026)
Hemberger. Valentin J.: Wilhelm Liebknecht – Soldier of the Revolution (Online Lecture for the Marx Memorial Library, London), 12.03.2026 – online: https://www.marx-memorial-library.org.uk/events-archive/wilhelm-liebknecht-soldier-revolution (zuletzt: 01.08.2026)
Hesselbarth, Mario: Krieg zeugt Krieg: Zum Geburtstag von Wilhelm Liebknecht, in: nd (Onlineausgabe) 27.03.2026 – online: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198635.geschichte-krieg-zeugt-krieg-zum-geburtstag-von-wilhelm-liebknecht.html (zuletzt: 01.08.2026)
KommunistenKneipe: Podcastfolge „Georg Fülberth zu Wilhelm Liebknecht – Unterschätzter Revolutionär“, Youtube – URL: https://www.youtube.com/watch?v=suc4TxmBNSA (zuletzt: 01.08.2026)
Pollähne, Lothar: Wie Wilhelm Liebknecht eine der prägenden Figuren der SPD wurde, in: Vorwärts (Onlineausgabe) 29.03.2026 – online: https://www.vorwaerts.de/geschichte/wie-wilhelm-liebknecht-eine-der-praegenden-figuren-der-spd-wurde (zuletzt: 01.08.2026)
Solty, Ingar: „So lernt es denn zu wollen“ Er baute die revolutionäre SPD auf und machte sich grundlegende Gedanken über den Staat der Zukunft. Vor 200 Jahren wurde Wilhelm Liebknecht geboren, in: Junge Welt (Onlineausgabe) 28.03.2026 – online: https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/artikel/520012.deutsche-geschichte-so-lernt-denn-zu-wollen.html (zuletzt: 01.08.2026)
Venema, Niklas: Der Journalist als Politiker“, in: FAZ (Onlineausgabe – „Bilder und Zeiten“) 28.03.2026